Gesundheitsberufe näher kennengelernt

03.12.2018 Kategorie: Aktuelles

20 Schülerinnen und Schüler aus Darmstadt nutzten das Hessische Gesundheitscamp von Provadis zur intensiven Berufsorientierung

Die Gesundheits- und Pflegebranche sucht händeringend nach Fachkräften. Um jungen Menschen frühzeitig einen Einblick in die vielfältigen und spannenden Berufe mit Zukunft zu geben, wurde im vergangenen Jahr das Hessische Gesundheitscamp ins Leben gerufen. Aufgrund des großen Zuspruchs und der Unterstützung seitens der Kooperationspartner  konnte auch in diesem Jahr das Camp angeboten werden. 20 interessierte Jugendliche aus dem Raum Darmstadt nutzten diese Chance und haben am Hessischen Gesundheitscamp 2018 teilgenommen.

Das Konzept für dieses Angebot zur vertieften Berufsorientierung und nachhaltigen Fachkräftesicherung hat der Bildungsexperte Provadis entwickelt. Kooperationspartner sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Hessische Kultusministerium und die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit sowie Provadis. Die Gemeinschaftsinitiative wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie der Agentur für Arbeit, Regionaldirektion Hessen gefördert. 

Fünf Tage Berufswelt Gesundheit

Ein umfang- und abwechslungsreiches Programm erwartete die Teilnehmer des  Camps in Darmstadt. So konnten sie in den Labors der Peter-Behrens-Schule in kleinen Gruppen den hygienischen Zustand ihrer Hände sowie verschiedenen Oberflächen und Gegenständen überprüfen und ihre eigene DNA extrahieren, lernten die Arbeit von Fachkräften aus Hygiene- und Pflegeberufen kennen und besuchten verschiedene Abteilungen des Agaplesion Elisabethenstift. Einen intensiven Eindruck davon, was Altenpflege heute bedeutet, bekamen die Teilnehmenden im DRK Seniorenzentrum Fiedlersee. Abgerundet wurde das Programm durch Informationen der Agentur für Arbeit und eigenen Recherchen rund um die Gesundheitsberufe. Danach verarbeiteten die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Eindrücke in Collagen, die sie bei der Abschlussveranstaltung Lehrern und Eltern präsentierten.

Berufsorientierung mal anders

Die Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren von der Albert-Schweitzer Schule Groß-Zimmern, der Helene-Lange Schule in Wiesbaden, der Friedrich-Ebert-Schule Pfungstadt, der Georg-Ackermann-Schule Breuberg, und der Freie Walddorfschule Wetterau in Bad Nauheim konnten an verschiedenen Lern- und Erlebnisorten hinter die Kulissen schauen und die Arbeit und Jobs im Gesundheits- und Pflegesektor miterleben. „Ich interessiere mich für Berufe im Gesundheitsbereich. Deshalb habe ich am Camp teilgenommen“, sagt Selin Tarhan von der Georg-Ackermann-Schule. „Besonders spannend war für mich der Tag im Labor.“ Später einen Beruf im Gesundheitsbereich zu wählen, kann sie sich vorstellen. „Ich schwanke noch zwischen Laborantin und Krankenschwester.“ Auch Eva-Maria Baumann von der Albert-Schweitzer-Schule wollte schon immer später im Bereich Gesundheit oder Soziales arbeiten und hat deshalb die Gelegenheit wahrgenommen und sich angemeldet. „Wir haben die Gesundheitsberufe hier näher kennengelernt. Besonders interessant fand ich die Krankenpflege und das Extrahieren der DNA im Labor.“ Nach den Eindrücken im Camp könnte sie sich vorstellen, Krankenschwester oder medizinische Fachangestellte zu werden. Salin, Eva-Maria  und die anderen Teilnehmer nehmen außer ihrer eigenen DNA in kleinen Fläschchen auch viele wertvolle Erfahrungen mit.