Gesundheitsberufe in Gelnhausen hautnah erleben

03.12.2018 Kategorie: Aktuelles, Gesundheitscamps Von: Georg Dinca

18 Schülerinnen und Schüler aus Gelnhausen nutzten das Hessische Gesundheitscamp von Provadis zur intensiven Berufsorientierung

Die Gesundheits- und Pflegebranche sucht händeringend nach Fachkräften. Um jungen Menschen frühzeitig einen Einblick in die vielfältigen und spannenden Berufe mit Zukunft zu geben, wurde im vergangenen Jahr das Hessische Gesundheitscamp ins Leben gerufen. Aufgrund des großen Zuspruchs und der Unterstützung seitens der Kooperationspartner konnte auch in diesem Jahr das Camp angeboten werden. 18 interessierte Jugendliche aus dem Raum Gelnhausen nutzten diese Chance und haben am Hessischen Gesundheitscamp 2018 teilgenommen.

Das Konzept für dieses Angebot zur vertieften Berufsorientierung und nachhaltigen Fachkräftesicherung hat der Bildungsexperte Provadis entwickelt. Bei der vorbereitenden Organisation des Camps in Gelnhausen hat außerdem Reinhold Maisch von der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e.V. (GfW) als Unterstützer mitgewirkt. Kooperationspartner sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Hessische Kultusministerium und die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit sowie Provadis. Die Gemeinschaftsinitiative wird jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gefördert.

Fünf Tage Gesundheitsberufe hautnah

Ein umfang- und abwechslungsreiches Programm erwartete die Teilnehmer des  Camps in Gelnhausen. So konnten sie in den Labors des Forschungsinstituts Senckenberg in kleinen Gruppen den hygienischen Zustand ihrer Hände sowie verschiedenen Oberflächen und Gegenständen überprüfen und ihre eigene DNA extrahieren, lernten die Arbeit von Fachkräften aus Hygiene- und Pflegeberufen kennen und besuchten verschiedene Abteilungen der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen. Einen intensiven Eindruck davon, was Altenpflege heute bedeutet, bekamen die Teilnehmenden in der Pflegeeinrichtung Schloß Meerholz. Danach verarbeiteten die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Eindrücke in Collagen, die sie bei der Abschlussveranstaltung Lehrern und Eltern präsentierten.

Hinter die Kulissen schauen

Die Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren von der Alteburg-Schule Biebergemünd, der Hohe Landesschule Hanau, der Kopernikusschule Freigericht, der Philipp-Reis-Schule Gelnhausen, der Tümpelgarten-Schule Hanau und der Werner von Siemens Schule in Maintal konnten an verschiedenen Lern- und Erlebnisorten hinter die Kulissen schauen und die Arbeit und Jobs im Gesundheits- und Pflegesektor miterleben. „Ich habe am Camp teilgenommen, weil ich mich für Medizin interessiere und spater beruflich in diese Richtung gehen möchte“, sagt Victor Gimpel von der Alteburg-Schule Biebergemünd. Seine Mitschülerin Selina Aue wollte unbedingt einen OP-Saal von innen sehen, weil sie überlegt, später OP-technische Assistentin zu werden. Auch Evelyn Feller von der Kopernikusschule Freigericht und Sahar Jafary von der Werner von Siemens-Schule in Maintal-Dörnigheim wollten die Gelegenheit nutzen, mal in medizinische Berufe hineinzuschnuppern und mehr darüber zu erfahren. Einiges haben sie sich anders vorgestellt und waren zum Beispiel überrascht, wie viele nette Menschen sie im Altenheim oder im Krankenhaus getroffen haben. „Ich hatte mir das viel schlimmer vorgestellt“, sagt Evelyn. Insgesamt haben sie sehr viel gelernt, zum Beispiel welche große Rolle die Hygiene im Krankenhaus spielt. Gut gefallen hatte allen auch die Begegnung und Gespräche mit den älteren Menschen im Pflegeheim, mit denen sie Plätzchen gebacken haben. Später in einem Gesundheitsberuf zu arbeiten, können sich Victor, Selina, Evelyn und Sahar gut vorstellen. Die Erfahrungen im Camp haben sie sogar noch dazu bestärkt.