Spannende Einblicke in medizinische Berufe

20 Schülerinnen und Schüler schauten im Hessischen Gesundheitscamp in Wiesbaden hinter die Kulissen

„Ich wollte mir die verschiedenen Berufe innerhalb der Medizin mal genauer anschauen und Einblicke bekommen, deshalb habe ich am Hessischen Gesundheitscamp teilgenommen“, sagt Sarah Penalver Giar. Die 14-jährige Schülerin der Sophie-Scholl-Schule in Flörsheim ist eine von 20 Schülerinnen und Schülern aus dem Raum Wiesbaden, die diese besondere Form der Berufsorientierung in der Gesundheits- und Pflegebranche für sich genutzt haben. Bereits zum dritten Mal konnte das Camp in Wiesbaden angeboten werden.

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In den Labors des Bildungszentrum Kalle-Albert von Infraserv Wiesbaden konnten die Teilnehmenden ihre eigene DNA extrahieren. Sie bekamen einen Einblick in die Arbeit der Fachkräfte aus Hygiene- und Pflegeberufen, besuchten verschiedene Abteilungen der Helios Kliniken Dr. Horst Schmidt und die Rettungssanitäter vom DRK Rettungsdienst. Im DRK Kreisaltenzentrum Bad Schwalbach erfuhren sie hautnah, was Altenpflege heute bedeutet. Danach verarbeiteten die Jugendlichen ihre Erfahrungen und Eindrücke in Collagen, die sie bei der Abschlussveranstaltung Lehrern und Eltern präsentierten.

Blick hinter die Kulissen

Die Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren von der Werner-von-Siemens-Schule, der Sophie-Scholl-Schule, der Hermann-Ehlers-Schule und der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule konnten an verschiedenen Lern- und Erlebnisorten hinter die Kulissen schauen und die Arbeit und Jobs im Gesundheits- und Pflegesektor miterleben. „Ich möchte gerne später etwas im Gesundheitsbereich machen“, sagt Niklas Brenning von der Werner-von-Siemens-Schule. Besonders der Beruf des Rettungssanitäters hat ihm gut gefallen, weil er sehr abwechslungsreich ist und man dabei viel mit Menschen arbeitet. Auch Nico Ößwein von der Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule hat viel dazu gelernt. „Besonders viel Spaß hat mir das Extrahieren der DNA gemacht“, sagt er. Erstaunt war er, dass die Menschen im Altenheim so glücklich waren. Nico könnte sich vorstellen, später selbst im Gesundheitsbereich zu arbeiten, zum Beispiel als Arzt oder in einem naturwissenschaftlichen Beruf im Labor. Alle Teilnehmer nehmen außer ihrer eigenen DNA auf jeden Fall viele wertvolle Erfahrungen mit.

Erfolgreiches Konzept wird fortgeführt

Um jungen Menschen frühzeitig einen Einblick in die vielfältigen und spannenden Berufe mit Zukunft zu geben, wurde das Hessische Gesundheitscamp 2017 ins Leben gerufen. Das Konzept für dieses Angebot zur vertieften Berufsorientierung und nachhaltigen Fachkräftesicherung hat der Bildungsexperte Provadis entwickelt. Kooperationspartner sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Hessische Kultusministerium und die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit sowie Provadis. Die Gemeinschaftsinitiative wird jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit gefördert.

Die Hessischen Gesundheitscamps richten sich an interessierte Jugendliche, die eine Hauptschule, eine Realschule, ein Gymnasium oder eine Gesamtschule im Umkreis eines der Camp-Standorte besuchen. Das gesamte Projekt gilt als schulische Veranstaltung und ist für die Teilnehmenden kostenlos. Weitere Camps an anderen Standorten sind zurzeit in Vorbereitung.

Weitere Informationen finden Interessierte unter www.gesundheitscamps-hessen.de.

Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH ist ein Unternehmen der Infraserv-Höchst-Gruppe. Mit rund 1.400 Auszubildenden und über 4.500 Weiterbildungsteilnehmern an den Standorten Frankfurt und Marburg gehört Provadis zu den führenden Anbietern von Bildungsdienstleistungen in Hessen. Rund 400 internationale Kunden nutzen in Partnerschaften und Kooperationen das Know-how von Provadis auf den Gebieten der Aus- und Weiterbildung, der Personal- und Organisationsentwicklung und bei der Entwicklung von E-Learning-Konzepten.

An der Provadis Hochschule studieren rund 1.200 Studenten in dualen und berufsbegleitenden Studiengängen mit international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Hochschule bündelt ihre interdisziplinären Aktivitäten im Bereich Forschung und Projekte im Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit.